Was passiert, wenn durch Krankheit, Unfall oder einen Schicksalsschlag plötzlich jemand im Haushalt ausfällt? Ein Notfallordner sorgt dafür, dass deine Liebsten dann sofort handeln können.
Im Ernstfall wissen Partner oder Angehörige oft nicht, wo wichtige Dokumente liegen, welche Verträge laufen oder wer im medizinischen Notfall entscheiden darf. Ein gut sortierter Ordner, digital oder auf Papier, nimmt ihnen in einer belastenden Situation die Bürokratie ab.

Was ein Notfallordner leistet
Schnelle Orientierung
Angehörige sehen auf einen Blick, welche Verträge und Verpflichtungen es gibt.
Handlungsfähigkeit
Mit Vorsorge- und Kontovollmachten dürfen deine Vertrauenspersonen für dich handeln.
Wichtig: Ohne Vollmacht bekommen selbst Ehepartner oder erwachsene Kinder im Notfall oft keine Auskunft von Ärzten oder Banken.
Die Checkliste: Das gehört hinein
1. Persönliche Daten und Notfallkontakte
- Stammdatenblatt: alle Familienmitglieder mit Geburtsdaten, Sozialversicherungsnummer und Steuer-ID
- Wichtige Kontakte: Hausarzt, Vertrauenspersonen, Arbeitgeber, Vermieter und dein Versicherungsmakler
2. Rechtliche Vorsorge
- Vorsorgevollmacht: wer im Ernstfall rechtliche und finanzielle Entscheidungen für dich trifft
- Patientenverfügung: welche medizinischen Maßnahmen du wünschst oder ablehnst
- Betreuungsverfügung: wen das Gericht als Betreuer einsetzen soll
- Sorgerechtsverfügung: wer sich um deine minderjährigen Kinder kümmert
3. Finanzen und Banken
- Kontenübersicht: alle Konten, Depots und Kreditkarten mit Bank
- Vollmachten: Nachweise über Konto- und Depotvollmachten
- Laufende Verpflichtungen: Kredite, Leasing, Sparpläne, Daueraufträge
4. Versicherungen
- Übersicht aller Policen: Kranken-, Unfall-, Berufsunfähigkeits-, Risikolebens-, Haftpflicht- und Hausratversicherung
- Ansprechpartner: Kontakt zu deinem Makler und zur Schadenmeldung
5. Wohnen und Verträge
- Wohnen: Mietvertrag oder Grundbuchauszug und Immobilienunterlagen
- Laufende Verträge: Strom, Gas, Internet, Mobilfunk und Abos mit Kündigungsfristen
6. Testament und letzte Wünsche
- Testament: Hinweis, wo das Original liegt (zum Beispiel beim Nachlassgericht oder Notar), oder eine Kopie
- Wünsche zur Bestattung und Hinweise auf bestehende Bestattungsvorsorge
3 Tipps für deinen Notfallordner
- Sicher aufbewahrenAn einem sicheren, aber für Vertrauenspersonen erreichbaren Ort. Sag ihnen, wo der Ordner steht.
- Digitale Zugänge bedenkenListe wichtige Online-Konten auf und bewahre Zugangsdaten besonders geschützt auf, etwa im Tresor oder in einem Passwort-Manager.
- Einmal im Jahr prüfenTrag dir einen festen Termin ein, zum Beispiel immer zum Jahresanfang.
Mein Tipp: Ein Notfallordner ist kein schönes Thema, aber ein großes Geschenk an deine Angehörigen. Bei der Übersicht deiner Versicherungen helfe ich dir gern, und mit dem Kundenportal haben deine Vertrauenspersonen alles digital im Blick.
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