10 FAQ für einen Immobilienmakler

Wie hoch sind die Provisionen und wer trägt sie?
In Deutschland ist die Maklerprovision gesetzlich geregelt („Bestellerprinzip“ bei Wohnimmobilien). Bei Vermietungen zahlt in der Regel der Vermieter, während beim Verkauf von Wohnungen und Einfamilienhäusern die Kosten für Käufer und Verkäufer meist paritätisch aufgeteilt werden (maximal jeweils 50 % der Gesamtprovision).

Wie ermitteln Sie den realistischen Marktwert meiner Immobilie?
Die Wertermittlung erfolgt fundiert über die gängigen Verfahren (Vergleichswert-, Ertragswert- oder Sachwertverfahren). Dabei fließen Faktoren wie Lage, Baujahr, Zustand, Grundriss, Energieeffizienz und aktuelle Marktdaten von Gutachterausschüssen ein.

Welche Unterlagen werden für den Verkauf benötigt?
Für einen reibungslosen Verkauf sind unter anderem ein aktueller Grundbuchauszug, die Flurkarte, die Bauakte (Bauzeichnungen, Wohnflächenberechnung), der Energieausweis sowie bei Eigentumswohnungen die Teilungserklärung und die Protokolle der letzten Eigentümerversammlungen notwendig.

Wie läuft die Besichtigungsphase ab?
Nach einer sorgfältigen Bonitätsprüfung beziehungsweise Vorauswahl der Interessenten (Qualifizierung) organisiert und führt der Makler alle Besichtigungstermine durch. Um den Aufwand für den Eigentümer zu minimieren, werden oft auch strukturierte Open-House-Termine oder Einzeltermine nach individuellem Plan durchgeführt.

Soll ich vor dem Verkauf noch in Renovierungsarbeiten investieren?
Nicht jede Modernisierung lohnt sich finanziell. Kleinere kosmetische Arbeiten wie frische weiße Wandfarbe oder das Ausbessern von Mängeln steigern oft den ersten Eindruck. Größere Investitionen sollten vorab mit dem Makler besprochen werden, da sich manche Kosten beim Verkaufspreis nicht im selben Maße amortisieren
.
Wie lange dauert der durchschnittliche Verkaufsprozess?
Von der ersten Wertermittlung über die Erstellung des Exposés, die Vermarktung, die Bonitätsprüfung der Käufer und die Notartermin-Vorbereitung vergehen in der Regel zwischen 3 und 6 Monate.

Was passiert, wenn während der Vermarktung Mängel am Haus entdeckt werden?
Offene Kommunikation schafft Vertrauen und schützt vor rechtlichen Problemen. Bekannte Mängel sollten direkt im Exposé oder bei der Besichtigung transparent benannt werden. Ein ehrlicher Umgang verhindert nachträgliche Preisverhandlungen oder Rücktritte vom Kaufvertrag.

Muss ich beim Notartermin persönlich anwesend sein?
Ideal ist die persönliche Anwesenheit beim Notartermin zur Unterzeichnung des Kaufvertrags. Ist dies zeitlich oder räumlich nicht möglich, kann die Vertretung problemlos über eine von einem Notar beglaubigte Vollmacht (zum Beispiel für Familienangehörige oder den Makler) geregelt werden.

Was unterscheidet einen Alleinauftrag von einem einfachen Maklerauftrag?
Ein qualifizierter Alleinauftrag verpflichtet den Eigentümer, während der Vertragslaufzeit keine anderen Makler einzubinden, garantiert dem Makler jedoch im Gegenzug den vollen Einsatz aller Marketing- und Vertriebswerkzeuge. Ein einfacher Auftrag erlaubt parallele Aktivitäten, führt aber oft zu mangelndem Engagement der Makler.

Wer haftet bei falschen Angaben im Exposé?
Der Makler erstellt das Exposé auf Basis der vom Eigentümer übergebenen Unterlagen und Angaben. Grundsätzlich haftet der Verkäufer für die Richtigkeit der Objektdaten, weshalb alle Angaben vor Unterzeichnung des Maklervertrags sorgfältig geprüft werden sollten.