Die Bundesregierung will, dass jede Wohngebäudeversicherung automatisch gegen Starkregen, Hochwasser und andere Naturgefahren schützt. Als Versicherungsmakler und Schadenregulierer begrüße ich das ausdrücklich.

Was geplant ist
Das Bundesjustiz- und das Bundesfinanzministerium haben am 21. Oktober 2026 Eckpunkte vorgelegt:
- Neue Verträge: Wohngebäudeversicherungen enthalten automatisch Elementarschutz, unter anderem gegen Überschwemmung, Starkregen, Rückstau, Erdbeben, Erdrutsch und Schneedruck.
- Selbstbehalt: höchstens 10 Prozent der Versicherungsleistung, maximal 20.000 Euro je Schaden.
- Bestehende Verträge: Der Versicherer macht dir ein Angebot. Reagierst du innerhalb eines Jahres nicht, wird der Elementarschutz automatisch ergänzt.
- Mindestversicherung: Geprüft wird eine günstigere Variante mit bis zu 50 Prozent Selbstbehalt, höchstens 100.000 Euro.
Warum ich das richtig finde
Bundesweit ist im Schnitt erst gut jedes zweite Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert. Nach dem Hochwasser im Ahrtal sind Milliarden aus öffentlichen Kassen in den Wiederaufbau geflossen. Mit einem Standardschutz wären viele Eigentümer selbst abgesichert, und die Diskussion „Brauche ich das oder nicht?“ hätte ein Ende.
In meiner Agentur gibt es schon heute keinen einzigen Kunden mit einer Immobilie, bei dem der Elementarschutz fehlt. Für mich als Makler ist das auch aus Haftungsgründen selbstverständlich.