Du hast ein eigenes Boot oder eine Yacht? Dann solltest du es richtig absichern. Ähnlich wie beim Auto besteht die Yachtversicherung aus zwei Teilen: der Haftpflicht für Schäden bei anderen und der Kasko für Schäden am eigenen Boot.
Ob Segelyacht, Motorboot oder Kajütboot: Ich vergleiche Spezialtarife für dein Boot und achte darauf, dass Bergungskosten und Fahrgebiet zu dir passen.

Die zwei Bausteine
Yacht-Haftpflicht
Sie zahlt Personen-, Sach- und Vermögensschäden, die du anderen mit deinem Boot zufügst, zum Beispiel wenn du ein anderes Boot oder einen Steg rammst. Unberechtigte Forderungen wehrt sie für dich ab. In vielen Revieren und Ländern ist sie Pflicht, bei Motorbooten oft abhängig von der Motorleistung. Deshalb steht sie an erster Stelle.
Yacht-Kasko
Sie zahlt Schäden am eigenen Boot, etwa durch Sturm, Brand, Diebstahl, Vandalismus, Kollision, Grundberührung oder beim Transport. Gute Tarife bieten eine Allgefahrendeckung: Versichert ist alles, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Das ist sicherer als eine Deckung, die nur einzeln genannte Gefahren abdeckt.
Darauf solltest du achten
- Bergung und Wrackbeseitigung: Nach einem schweren Unfall oder Untergang können diese Kosten den Wert des Bootes übersteigen. Die Versicherungssumme dafür sollte hoch sein, am besten unbegrenzt.
- Geltungsbereich: Binnengewässer, deutsche Küste, Nord- und Ostsee oder Mittelmeer? Der Geltungsbereich muss zu deinen Törns passen.
- Wer darf steuern: Oft sind auch befreundete Skipper mitversichert, wenn sie den nötigen Bootsführerschein und die Erfahrung haben.
- Haftpflicht-Extras: Schäden an gemieteten Steganlagen, das Ziehen von Wasserskifahrern und auf Wunsch auch Regatten sollten eingeschlossen sein.
- Große Havarie und Bergelohn: Auf See werden die Kosten für die Rettung von Schiff und Ladung nach Seerecht auf alle Beteiligten verteilt. Dein Tarif sollte deinen Anteil und Bergelohn übernehmen, gerade bei Törns im Ausland.

Fester Taxwert statt Zeitwert
In der Kasko wird meist ein fester Taxwert vereinbart. Bei einem Totalschaden bekommst du dann den vertraglich festgelegten Wert und musst nicht über den Zeitwert deines Bootes verhandeln. Das gibt dir Planungssicherheit.
