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Berufshaftpflichtversicherung

Persönliche Beratung aus Berlin-Spandau, für Berlin und Brandenburg und online bundesweit.

Die private Haftpflichtversicherung kennt fast jeder. Wer selbstständig ist oder ein Unternehmen führt, haftet aber auch für Fehler im Job, gegenüber Kunden und für seine Mitarbeiter. Der Beitrag richtet sich nach Beruf und Tätigkeit.

Die Berufshaftpflichtversicherung schützt dein Vermögen vor den finanziellen Folgen solcher Fehler. Für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer gehört sie zu den wichtigsten Absicherungen.

Grafik Berufshaftpflicht: Fotografin mit Kamera, Zitat zur Haftung von Unternehmern gegenüber Kunden und Mitarbeitern

Was leistet die Berufshaftpflicht?

Machst du bei der Arbeit einen Fehler und entsteht einem Kunden oder einem Dritten dadurch ein Schaden, haftest du dafür nach dem Gesetz, oft in unbegrenzter Höhe. Die Berufshaftpflicht übernimmt drei Aufgaben:

  1. PrüfenDer Versicherer prüft, ob die Ansprüche gegen dich überhaupt berechtigt sind.
  2. AbwehrenUnberechtigte oder überzogene Forderungen wehrt er auf eigene Kosten ab, auch vor Gericht.
  3. ZahlenBerechtigte Ansprüche zahlt er bis zur vereinbarten Versicherungssumme.

Drei Arten von Schäden

Personenschäden

Jemand wird durch dein Verschulden verletzt, zum Beispiel stürzt ein Kunde in deinem Büro.

Sachschäden

Du beschädigst fremdes Eigentum, zum Beispiel läuft Kaffee über den Laptop eines Kunden.

Echte Vermögensschäden

Ein Kunde verliert Geld, ohne dass vorher etwas oder jemand beschädigt wurde. Zum Beispiel durch einen Beratungsfehler oder eine verpasste Frist. Für Dienstleister und Berater ist das der wichtigste Punkt.

Berufshaftpflicht oder Betriebshaftpflicht?

Betriebshaftpflicht

Deckt vor allem Personen- und Sachschäden und die Vermögensschäden, die daraus folgen. Ideal für Handwerk, Gastronomie, Handel und Produktion, wo körperliche Arbeit im Vordergrund steht.

Berufshaftpflicht

Legt den Schwerpunkt auf echte Vermögensschäden. Gemacht für Berater, IT-Experten, Makler, Architekten, Ingenieure und Rechtsanwälte. Für Ärzte und Heilberufe gibt es eigene Berufshaftpflichten, bei denen Personenschäden im Mittelpunkt stehen.

Bei vielen Tätigkeiten verschwimmen die Grenzen. Gute Berufshaftpflichtversicherungen für Dienstleister enthalten deshalb oft auch eine Betriebshaftpflicht für Personen- und Sachschäden.

Für wen ist sie Pflicht?

Für bestimmte Berufe schreiben Gesetz, Kammer oder Berufsverband eine Berufshaftpflicht vor, unter anderem für:

  • Rechtsanwälte, Notare und Steuerberater
  • Wirtschaftsprüfer
  • Architekten und beratende Ingenieure
  • Ärzte und andere Heilberufe
  • Versicherungs- und Finanzanlagenvermittler sowie Immobiliardarlehensvermittler
  • Wohnimmobilienverwalter

Auch ohne Pflicht empfehle ich sie fast allen Selbstständigen und Freelancern. Ein einziger Fehler kann im schlimmsten Fall die Existenz kosten.

Darauf solltest du achten

  • Versicherungssumme: Sie muss zum Risiko deiner Branche passen. Für Personen- und Sachschäden sind Summen ab 3 Millionen Euro üblich. Bei Pflichtversicherungen gibt das Gesetz Mindestsummen vor.
  • Nachhaftung: Wichtig, wenn du deine Tätigkeit aufgibst oder den Beruf wechselst. Sie deckt Schäden, die während der Vertragslaufzeit entstanden sind, aber erst später bekannt werden.
  • Mitversicherte Tätigkeiten: Prüfe, ob Nebentätigkeiten, Subunternehmer und freie Mitarbeiter eingeschlossen sind.
  • Cyber-Risiken: Gerade in digitalen Berufen sollten Schäden durch Datenverlust, Hackerangriffe oder fehlerhafte Software abgedeckt sein. Mehr dazu unter Cyberversicherung für Unternehmer.

Häufige Fragen zur Berufshaftpflicht

Zahlt meine private Haftpflicht Schäden im Job?

Nein. Die private Haftpflichtversicherung schließt berufliche und gewerbliche Tätigkeiten aus. Dafür brauchst du eine Berufs- oder Betriebshaftpflicht.

Was ist der Unterschied zwischen Berufshaftpflicht und Betriebshaftpflicht?

Die Betriebshaftpflicht deckt vor allem Personen- und Sachschäden, die Berufshaftpflicht vor allem echte Vermögensschäden, zum Beispiel durch einen Beratungsfehler.

Brauche ich als Freelancer eine Berufshaftpflicht?

Meist ist sie keine Pflicht, aber dringend zu empfehlen. Schon ein Fehler in einem Projekt kann hohe Forderungen auslösen.

Was bedeutet Nachhaftung?

Sie deckt Schäden, die während der Vertragslaufzeit verursacht wurden, aber erst nach dem Ende des Vertrags bekannt werden. Wichtig, wenn du aufhörst oder den Beruf wechselst.

Mein Tipp: Beschreibe deine Tätigkeit beim Abschluss so genau wie möglich. Was nicht im Vertrag steht, ist im Zweifel nicht versichert. Ändert sich dein Geschäft, melde das deinem Versicherer.
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Roy Goebel, Versicherungsmakler aus Berlin-Spandau

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