Mehr als die Hälfte der Deutschen glaubt, dass sie sich in ihrer Region keine eigene Immobilie mehr leisten kann. Das ergab 2022 eine Umfrage eines großen Baufinanzierers. Ganz so aussichtslos ist es nicht, wenn du klug planst.
Die Lage 2022
Im ersten Quartal 2022 kostete der Kauf oder Bau einer Immobilie im Schnitt 540.000 Euro, 14 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Treiber waren vor allem die stark gestiegenen Baukosten. In Hamburg lagen die Preise bei rund 750.000 Euro, in München über 900.000 Euro. Drei Viertel der Befragten sahen eine Preisblase, nur 7 Prozent hielten an ihren Kaufplänen fest.
Seitdem hat sich viel bewegt: Die Zinsen sind gestiegen, die Preise haben vielerorts nachgegeben. Mehr dazu im Beitrag Ist die Immobilienpreis-Talsohle durchschritten?
Wege ins Eigenheim trotz hoher Preise
- Umland statt Innenstadt: Im Berliner Umland in Brandenburg sind Häuser oft deutlich günstiger, mit guter Anbindung an die Stadt.
- Bestand statt Neubau: Ältere Häuser kosten weniger. Plane aber Geld für die Sanierung ein.
- Zwangsversteigerungen: Hier sind manchmal Objekte unter Marktwert zu haben. Wie das abläuft, erkläre ich bei den Zwangsversteigerungen.
- Förderprogramme: Die KfW fördert zum Beispiel Familien und energieeffiziente Häuser mit günstigen Krediten.
- Erbbaurecht: Du kaufst nur das Haus und pachtest das Grundstück. Das senkt den Kaufpreis.
Vor dem Kauf: deine Checkliste
- Budget klärenWie hoch darf die monatliche Rate sein, ohne dass es eng wird?
- EigenkapitalMindestens die Kaufnebenkosten solltest du selbst aufbringen. In Berlin liegt allein die Grunderwerbsteuer bei 6 Prozent, in Brandenburg bei 6,5 Prozent.
- Finanzierung vergleichenZinsbindung und Tilgung entscheiden über die Gesamtkosten.
- Objekt bewerten lassenSo zahlst du keinen überhöhten Preis.