Rund 1,2 Milliarden Euro haben die Kfz-Versicherer 2025 für Wildunfälle bezahlt, so viel wie nie zuvor. Gerade jetzt im Herbst ist die Gefahr besonders groß.
Nicht nur die Tiere sind Opfer: Bei Wildunfällen werden auch Menschen schwer verletzt oder sogar getötet.

Die Zahlen
- Rund 276.000 Unfälle mit Haarwild wie Reh oder Wildschwein, das sind mehr als 750 am Tag.
- Im Schnitt rund 4.400 Euro pro Schaden, etwa 300 Euro mehr als im Vorjahr.
- Die Zahl der Unfälle bleibt fast gleich. Teurer werden vor allem Ersatzteile und Werkstattstunden.
Quelle: GDV, Oktober 2026.
So schützt du dich
- Schilder ernst nehmen: Wo Wildwechsel angezeigt ist, Fuß vom Gas. Besonders auf Landstraßen, an Waldrändern und in der Dämmerung.
- Lieber 10 km/h weniger: Du kommst kaum später an, aber dein Bremsweg wird deutlich kürzer.
- Tier am Straßenrand: Abblenden, hupen und bremsen. Oft folgen weitere Tiere.
- Nicht riskant ausweichen: Ein Baum oder der Gegenverkehr ist gefährlicher als ein Zusammenstoß mit einem Reh.
Wenn es doch kracht
- Unfallstelle sichernWarnblinker an, Warnweste anziehen, Warndreieck aufstellen.
- Polizei rufenAuch wenn das Tier weggelaufen ist. Fass verletzte oder tote Tiere nicht an, darum kümmern sich Förster oder Jagdpächter.
- Wildunfallbescheinigung holenDie bekommst du von Polizei oder Jäger. Deine Versicherung braucht sie.
- Schaden dokumentieren und meldenMach Fotos vom Auto und von der Unfallstelle und melde den Schaden schnell bei deiner Versicherung.
Was die Versicherung zahlt
Schäden am eigenen Auto durch Haarwild zahlt die Teil- oder Vollkasko. Ein Wildunfall in der Teilkasko verschlechtert deinen Schadenfreiheitsrabatt nicht. Viele Tarife leisten inzwischen auch bei Zusammenstößen mit Tieren aller Art, also zum Beispiel mit Pferden, Kühen oder Hunden.
Weichst du aus und landest im Graben, wird es schwieriger: Die Teilkasko zahlt dann nur, wenn ein Zusammenstoß mit Haarwild unmittelbar gedroht hat und du das nachweisen kannst. Mit einer Vollkasko bist du auch in diesem Fall abgesichert.