Der November-Newsletter ist da. Diesmal geht es um teure Wildunfälle, den geplanten Elementarschutz für alle Wohngebäude, die Sparquote der Deutschen und darum, warum ein günstiges E-Auto aus China teuer in der Versicherung sein kann.

Wildunfälle: Schäden auf Rekordniveau
Rund 1,2 Milliarden Euro haben die Kfz-Versicherer 2025 für Wildunfälle bezahlt, so viel wie nie. Die Zahl der Unfälle ist dabei kaum gestiegen: Mit rund 276.000 lag sie sogar eher niedrig. Teurer geworden sind vor allem Ersatzteile und Werkstattstunden. Ein Wildschaden kostete im Schnitt rund 4.400 Euro, etwa 300 Euro mehr als im Vorjahr.
Laut GDV sind Autoersatzteile in den vergangenen zehn Jahren im Schnitt um 5,9 Prozent pro Jahr teurer geworden. Das ist etwa doppelt so viel wie die Inflation mit 2,8 Prozent. Mehr zu Wildunfällen und was die Kasko zahlt
Elementarschutz soll Standard werden
Bundesweit sind erst rund 59 Prozent der Wohngebäude gegen Starkregen und Hochwasser versichert. Die Bundesregierung hat deshalb Eckpunkte vorgelegt: Neue Wohngebäudeversicherungen sollen den Elementarschutz automatisch enthalten, bestehende Verträge sollen nach einem Jahr ebenfalls ergänzt werden. Was genau geplant ist
Deutschland ist Vize-Sparer
18,9 Prozent ihres verfügbaren Einkommens haben die privaten Haushalte in Deutschland 2025 zurückgelegt, meldet das Statistische Bundesamt. In Europa spart nur die Schweiz mit 27,4 Prozent mehr. Beim Vermögensaufbau liegen die Deutschen trotzdem nicht vorn, weil viel Geld auf schlecht verzinsten Konten liegt. Zahlen und das neue Altersvorsorgedepot
E-Autos aus China: günstig gekauft, teuer versichert?
BYD, MG, Geely und Co. locken mit niedrigen Preisen und viel Ausstattung. Bei der Versicherung kann die Freude aber schnell vorbei sein. Finanztest (Ausgabe 11/2026) hat Vollkasko-Beiträge für eine Modellfamilie in Schadenfreiheitsklasse 20 verglichen: Für einen BYD Seal U verlangen die Versicherer zwischen 900 und 2.900 Euro im Jahr, für den vergleichbaren Skoda Enyaq nur 530 bis 1.120 Euro.
Die Gründe: Ersatzteile kommen oft aufwendig aus Asien, und für viele neue Modelle gibt es noch keine Schadenstatistik. Deshalb landen sie vorsichtshalber in hohen Typklassen. Lies dazu auch, warum E-Autos die Reparaturkosten treiben.
Versicherer investieren klimaschonender
Die deutschen Versicherer verwalten rund 1,9 Billionen Euro und sind damit der größte institutionelle Anleger im Land. Laut GDV-Nachhaltigkeitsbericht 2026 ist der CO2-Fußabdruck dieser Kapitalanlagen von 2023 bis 2025 um fast 28 Prozent gesunken, auf 44 Tonnen je investierter Million Euro. 2025 haben die Versicherer 1.692 Wind- und Solarprojekte finanziert, 300 mehr als im Vorjahr.
50- bis 60-Jährige sorgen sich um ihren Ruhestand
In der Ruhestandsumfrage 2026 von YouGov blicken 53 Prozent der über 50-Jährigen optimistisch auf ihre Rente. Ihre eigene finanzielle Vorsorge bewerten aber nur 27 Prozent mit gut oder sehr gut, die Durchschnittsnote liegt bei 3,58. Bei den 50- bis 60-Jährigen sehen sogar 40 Prozent ihre Absicherung im Alter gefährdet.
Trotzdem planen zwei Drittel ihre Finanzen selbst, ein Fünftel plant gar nicht. Dabei lässt sich auch nach dem 50. Geburtstag noch viel erreichen. Lies dazu auch, was es kostet, früher in Rente zu gehen.